Sechste Mülheimer Fatzer Tage

Bertolt Brecht

Koproduktionen, Gastspiele, Open Call und Symposium zu Brechts Fragment
14. u. 15. Juli 2017
Brecht1930C Sv Web

„Zu schwach, uns zu verteidigen, gehen wir zum Angriff über.“ Bertolt Brecht: Fatzer

Im Fatzer warten die vier aus dem Ersten Weltkrieg Desertierten in Mülheim auf etwas, auf das Beginnen der politischen Tätigkeit, auf den Ausbruch der Revolution – auf was eigentlich? Dabei kämpfen sie mit dem Problem, sich zu organisieren, mit Fragen von Zusammenhalt und Egoismus, von Zugehörigkeit und Ausschluss, der Fähigkeit zu handeln, anzugreifen oder sich zu verteidigen, von Hierarchie und Anarchie, von Beschlussfassung und offener Diskussion. Wann erfolgt der Schritt von Agitation zu Organisierung? Wann wird ein gemeinsames politisches Interesse eine Organisation?

In den letzten Jahren stellt sich für die Linke in Europa, nicht zuletzt aufgrund der immer stärker werden Organisationen der Rechten und ihres gesellschaftlichen Einflusses, also im Kampf um gesellschaftliche und kulturelle Hegemonie zunehmend die Frage der Organisierung, die Frage nach den eigenen politischen Organisationen. Zugleich lässt sich ein Zerfall der politischen Arbeit in unverbundene Felder und Kämpfe beobachten, der nach Strukturen fragen lässt. Die Frage der Organisierung ist auch eine von Bündnissen, der Schaffung von Strukturen, des Verbindens und Ausweitens von Kämpfen. Die sechsten Mülheimer Fatzer Tage nehmen ausgehend von Fatzer das politische Problem von Organisation und Organisierung in den Blick, im Bewusstsein der Bedeutung und des Potentials des Fatzer-Fragments für gegenwärtiges künstlerisch-politisches Reflektieren und Handeln.

How to be We
Bergmann / Gilles | Open Call 2017
Performance | Premiere 14. Juli 2017
Fatzer-Tage Symposium
| Organisation / Organisierung
Symposium | 15. Juli 2017
GO! FATZER! GO!
friendly fire
Audiowalk | Premiere 15. Juli 2017
Untergang des Egoisten Johann Fatzer
Bertolt Brecht / Deutsches Theater Berlin
Theater | 15. Juli 2017

Co-Produzenten

Förderer