Online-Playback-Oper-Film
Donnerstag 15. Oktober 2020 | 20.00 Uhr Premiere / Ausverkauft
20. bis 30. Nov. STREAM ON DEMAND
Montag 30. November 2020 | 21.00 Uhr Stream mit KGI im Live-Chat

Info: Übersetzung/Translation: EN

Trailer

Hier gehts zum Stream

In seiner auf zwei Jahre angelegten Zusammenarbeit mit dem Musiktheater im Revier und dem Ringlokschuppen Ruhr widmet sich das Künstlerkollektiv KGI einem der aufsehenerregendsten Werke der Operngeschichte: „Sieg über die Sonne“. Aufbauend auf dem Projekt „Und jetzt alle!“ in der Saison 20108/2019 setzt KGI seine performative Erforschung von Oper, Körper und Arbeit mit dieser futuristischen Oper fort.

"Sieg über die Sonne“, uraufgeführt 1913, war einer der ganz großen Theaterskandale und erlebte nur zwei Aufführungen. Im Sinne der russischen Avantgarde war es ein Gesamtkunstwerk von Michail Matjuschin (Musik), Alexej Krutschonych (Text) und Kasimir Malewitsch (Bühne und Kostüme). Laiendarsteller, surreale Texte, Klänge, Lichteffekte, Bewegungen und kubistisches Design brachen mit allen Regeln, die bis dahin für das Musiktheater gegolten hatten.

Für das Künstlerkollektiv KGI bedeutet die Oper, von der nur Bruchstücke überliefert sind, die Folie einer versunkenen Utopie, in der ein gemeinschaftliches Prinzip gegen jede Form von Herrschaft und Ausschluss steht. In „Sieg über die Sonne“ ist dieser Anspruch total: Die Sonne wird in ein „Haus aus Beton“ eingesperrt, denn im Traum, die letzte Herrschaft zu beenden, kann nicht die Sonne allein über Tag und Nacht entscheiden. Aus den Bruchstücken des historischen Gesamtkunstwerks erwächst hier eine neue Utopie von Oper.

Die Corona-Beschränkungen zwangen das Team zum Um- und Neudenken. Jetzt wurde in drei Wochen ein Opern-Film gedreht, den die Welt so noch nie gesehen hat!

"Sieg über die Sonne" ist eine Koproduktion von KGI, Ringlokschuppen Ruhr und Musiktheater im Revier, gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes.

Beteiligte

Konzept, Regie, Montage, Bühnenbild, Kostüme: KGI (Simon Kubisch, Dominik Meder, Maria Vogt)
Musikalische Leitung & Komposition: Moritz Anthes
Sounddesign & Komposition: Rasmus Nordholt-Frieling
Kamera: Jan Ehlen
Regieassistenz + Video: Marcel Nascimento
Produktionsleitung: Christiane Holtschulte
Korrepetition: Martin Sotelo
Dramaturgie: Stephan Steinmetz, Sebastian Brohn, Anna Chernomordik
Übersetzung ins Englische: Lars Banhold

Besetzung:

NERO UND CALIGULA: Dominik Meder (Stimme+Gesang:Simon Kubisch)
REISENDER: Tobias Glagau
EINER MIT SCHLECHTEN ABSICHTEN: Mike Vojnar
DIE STREISÜCHTIGE: Gloria Iberl-Thieme
DER FEIND: KGI
SCHWÄTZER AM TELEFON: Andrea Filipiak
BUNTES AUGE: Andrea Filipiak (Stimme:Gloria Iberl-Thieme)
DIE NEUEN: Steffanie Dörr (Stimme+Gesang: Almuth Herbst)
VORLESER: Melinda Breitkopf
DER FETTE: Michael Heine
DER JUNGE MENSCH: Marlene Kubisch
AUFMERKSAMER ARBEITER: Martin Sotelo
DER PILOT: Mike Vojnar
FEIGLINGE: Die Musiker*innen

Die Musiker*innen:

Paula Häni: Bassklarinette, Kontrabassklarinette, Bb-Klarinette
Moritz Anthes: Posaune, E-Bass, Gesang
Simon Camatta: Schlagzeug
Rasmus Nordholt-Frieling: Synthesizer
Este Kirchhoff: E-Gitarre, Lap-Steel
Martin Sotelo: Klavier

Aufnahme+Mischung: @hoersaal167.de
Technik+Beleuchtung: Stefan Göbel, Johanna Schöner, Amara Kamara
Produktionsleitung Ringlokschuppen: Zsolt Káldy
Colour Grading und VFX: Martin Hofmann
Ausstattungsassistenz: Lea Heemann, Karin Banhold, Jennifer Bartsch
Tiertrainer: Dominik Meder
Tierbetreuung: Johanna Schöner

Eintritt 15 € / erm. 8 € / Gruppe 6 €

Ort Ringlokschuppen | Am Schloß Broich 38 | 45479 Mülheim an der Ruhr

Eine Koproduktion von

Gefördert durch