Antisemitismusprävention in der Praxis

Workshop
Freitag 28. Oktober | 13:00 bis 18:00 Uhr in der VHS Mülheim
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Im Rahmen des Workshops erhalten die Teilnehmenden Einblick in tragende Facetten des Antisemitismus und erfahren, wie diese sich im Alltag erkennbar zeigen. Die Teilnehmenden werden dazu eingeladen, durch nähere Auseinandersetzung Antisemitismus im eigenen Handlungsfeld dechiffrieren zu können. Ein aktiver Austausch ist gewünscht, so dass gemeinsam Handlungsstrategien gegen Antisemitismus erarbeitet und nach dem Workshop fortgesetzt werden können.

Die Referentinnen Sophie Brüss und Natalie Kajzer arbeiten bei SABRA (Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus) in der Prävention und Beratung. SABRA ist eine zivilgesellschaftliche Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit des Landes NRW in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. SABRA arbeitet schwerpunktmäßig zum Thema Antisemitismus und ist landesweit eine von insgesamt nur zwei Beratungsstellen für Betroffene von Antisemitismus in jüdischer Trägerschaft. SABRA sensibilisiert für die jüdische Perspektive auf Antisemitismus und hat die Aufgabenfelder Beratung, Prävention, Netzwerk- und Gremienarbeit, sowie Erfassung antisemitischer Vorfälle. Sie ist in zahlreichen Arbeitskreisen und Gremien vertreten und arbeitet mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) zusammen.

Sophie Brüss studierte Romanische Philologie und Volkswirtschaftslehre an der Uni Bonn und absolvierte eine Zusatzausbildung zur Theaterpädagogin in Köln. Seit mehr als 15 Jahren setzt sie sich beruflich und künstlerisch mit Antisemitismus auseinander. 2017 wurde sie mit dem Aufbau von SABRA NRW betraut, wo sie aktuell als Referentin für Antidiskriminierungsarbeit angestellt ist.

Natalie Kajzer arbeitet als Demokratiepädagogin in der Antisemitismusprävention bei SABRA im Projekt MALMAD. Sie hat mehrjährige Erfahrung im Bereich der politischen Bildung und Museumspädagogik, darunter in der Alten Synagoge Essen sowie im Jüdischen Museum Westfalen. Sie studierte an der Universidad de Oviedo (Spanien) und an der Universität Duisburg-Essen. Nach Abschluss ihres Studiums mit dem Master of Education (2020) widmet sie sich der Antisemitismusforschung im Rahmen ihrer Promotion an der TU Berlin.

Programmreihe "Das Problem heißt Antisemitismus"

Die Programmreihe Das Problem heißt Antisemitismus setzt sich mit Formen und Verbreitung des Antisemitismus in unserer Gesellschaft auseinander. Gemeinsam mit dem Literaturbüro Ruhr, der VHS Mülheim und dem soziokulturellen Zentrum Makroscope in Mülheim sollen szenenübergreifende Synergie-Effekte auf den Weg gebracht und verschiedene gesellschaftliche Schichten und Akteur*innen angesprochen werden. Neben einer Einführung in den Themenkomplex der Antisemitimustheorien werden unter Einbezug jüdischer Perspektiven aus Alltag, Journalismus, Wissenschaft und Literatur Handlungsoptionen aufgezeigt und kontroverse Themenkomplexe diskutiert. Ziel der Reihe ist es, einen breiten öffentlicher Diskurs anzustoßen, ein Bewusstsein für die vielen Formen und Ausprägungen des Antisemitismus zu schaffen, diese sichtbar zu machen und eine Möglichkeit der kritischen Selbstbefragung zu bieten.

Eintritt frei

Ort Volkshochschule Mülheim | Aktienstraße 45 | 45473 Mülheim an der Ruhr

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