Profil

Polynice Ringlok Foto Björn Stork Klein

Der Ringlokschuppen Ruhr ist ein Haus für zeitgenössisches Theater, Performance und Tanz. Regional und international agierende Künstler*innen, aktuelle Gesellschaftsdiskurse und vielfältige Kunstformen treffen hier aufeinander. In einem um 1875 errichteten Lokschuppen sind heute vier Bühnen sowie ein vegetarisches Restaurant beheimatet. Neben einer Vielzahl von Arbeiten im Theater initiiert das Haus regelmäßig partizipatorische Projekte im Stadtraum, wie zuletzt LIGNAs Mission Impossible und aktuell Christian Etongos Riten der Reinigung. Zudem präsentiert der Ringlokschuppen Ruhr das populärkulturelle Programm KulturGut.Ruhr mit Kabarett-, Comedy- und Konzertabenden sowohl im Ringlokschuppen als auch in der Mülheimer Stadthalle.

Seit 2006 baut das Ringlokschuppen-Team kontinuierlich ein umfassendes Künstler*innennetzwerk bundesweit und international auf und blickt mit vielen Gruppen, Ensembles und Kollektiven auf langjährige Arbeitsbeziehungen zurück. Künstler*innen, die vielfach im Ringlokschuppen auftreten und aufgetreten sind: u.a. adcompany&Co., Anna Kpok, Boris Nikitin, CocoonDance Company, Cooperativa Maura Morales, Gintersdorfer/Klaßen, kainkollektiv, LIGNA, Marta Górnicka, Monster Truck, René Pollesch und vorschlag:hammer. In 2019/20 nimmt der Ringlokschuppen Ruhr bereits zum dritten Mal am Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes teil: Nach Zusammenarbeiten mitcopy&waste (2013/14) und EGfKA (2017/18) arbeiten wir aktuell in einer Kooperation mit KGI und dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen. Koproduktionen des Ringlokschuppen Ruhr wurden vielfach nominiert, ausgezeichnet und auf zahlreiche Festivals eingeladen. 2019 wurde der Ringlokschuppen Ruhr mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet.

Als Koproduktionshaus und Soziokulturelles Zentrum praktiziert der Ringlokschuppen Ruhr partnerschaftliche Zusammenarbeiten mit sozialen Einrichtungen, Schulen und Universitäten sowie mit befreundeten Theatern und Festivals – u.a. mit FFT Düsseldorf, HAU Berlin, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Ruhr Universität Bochum, Hochschule Ruhr West u.v.m. In 2019 beginnt der Ringlokschuppen Ruhr eine im Rahmen des Landesprogramms „Neue Wege“ geförderte Kooperation mit dem Theater an der Ruhr und den Mülheimer Theatertagen NRW. Seit September 2019 ist der Ringlokschuppen Ruhr Teil des europäischen Theaternetzwerks „Moving Borders“ mit Partnerhäusern in Athen, Dresden, Porto, Straßburg, Utrecht und Warschau.

Seit Beginn des Impulse Theater Festivals 1990 ist der Ringlokschuppen Ruhr einer der zentralen Spielorte des „Theatertreffens der Freien Szene“. Seit 2010 findet jährlich das Shiny Toys Festival für experimentelle Medien- und Klangkunst statt. Zwischen 2011 und 2017 veranstaltete das Haus die Mülheimer Fatzer Tage, ein Festival für politisches Theater mit jungen Künstler*innen und arrivierteren Ensembles, das sich mit den gesellschaftlichen und ästhetischen Facetten von Bertolt Brechts Fatzer Fragment beschäftigte. In 2019 startet der Ringlokschuppen Ruhr die erste Ausgabe des HundertPro Festivals, eine Plattform für postmigrantische Nachwuchskünstler*innen aus Performance, Tanz, Theater, Neuer Zirkus, Stand-Up und Poetry Slam.

Seit 2015 ist die Silent University Ruhr in der dezentrale angesiedelt, einem ehemaligen Ladenlokal in der Innenstadt. Sie ist eine autonome Plattform für geflüchtete Akademiker*innen, die ihr durch Sprachbarrieren und fehlende Anerkennung zum Schweigen gebrachtes Wissen öffentlich vermitteln wollen. Die Silent University ist der Auslöser dafür, viele unserer Theatervorstellungen auf Arabisch, Englisch oder Französisch zu übersetzen, um das Programm zu öffnen. Die Silent University ist Motor unseres strukturellen Diversifizierungsprozesses.

Darüber hinaus bietet der Ringlokschuppen Ruhr das von Künstler*innen initiierte kostenfreie Programm SELBERMACHEN für Menschen zwischen 8 und 88 Jahren an. Das älteste kontinuierlich durchgeführte Veranstaltungsformat im Ringlokschuppen ist die monatliche integrative Disco Grenzenlos.

Ringlokschuppen Ruhr, Copyright Björn Stork

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