Dunkel lockende Welt

Händl Klaus // kainkollektiv

Theater
Samstag 11. Mai 2013, 19.30 Uhr
Sonntag 12. Mai 2013, 19.30 Uhr
20130504 Stm Web P9 O0090

Bei der Abnahme der klinisch rein geputzten Wohnung verstrickt der Hobbyphilosoph Joachim Hufschmied seine Mieterin in ein subtil geführtes Verhör. Die Ärztin will ihrem Freund nach Peru folgen. Hufschmied sucht Spuren dunkler Lockungen hinter der sterilen, blütenweißen Fassade. Plötzlich taucht ein einzelner Zeh auf …

Mit tiefschwarzem Humor umkreist Händl Klaus nicht nur einen dem Zeh abhanden gekommenen Körper, sondern zeugt vom Verschwinden des Menschen aus einer Welt, in der die Wissenschaft von der Natur die Natur verdrängt hat.

Für den tragischkomischen Krimi ohne Auflösung auf der Suche nach Wahrhaftigkeit, Ursprünglichkeit, nach Einklang von Mensch und Natur wurde der österreichische Autor 2006 als Dramatiker des Jahres ausgezeichnet.

kainkollektiv vereint die sprachliche Musikalität der verschrobenen Dialoge mit John Cages Kompositionen für Pflanzen – zu einem musikalischen Gewächshaus für die Vegetation, die uns alle überwachsen und überleben wird.

Pressestimmen

"Das Regieteam "Kainkollektiv" greift in seiner Inszenierung, die in Koproduktion von Schlosstheater Moers und Ringlokschuppen in Mülheim entstand, die befremdende Atmosphäre der sprachgewaltigen Vorlage des österreichischen Autors kongenial und multimedial auf. Das Publikum erlebt im Ratssaal des ehemaligen Rathauses an der Meerstraße eine klug durchdachte Kombination aus Theater, Musik und Videoinstallation.“ Anja Katzke, Rheinische Post, 11.05.2013
"Irritierende Bilder, rätselhafte Texte, eine Musikcollage von Bach bis John Cage - das Duo "kainkollektiv" inszeniert einen abstrusen und originellen Abend mit tollen Schauspielern.“ Stefan Keim, wdr5, 13.05.2013
"Fabian Lettow fordert sein Publikum sehr, vor allem was das manchmal rauschhafte Tempo und die Dichte dieser Inszenierung anbelangt. Und bedient es dabei üppig. Mit Live-Musik (Carsten Langer und Mirjam Schmuck) und wunderbaren Video-Ein- und Überblendungen (Malte Jehmlich), die ganz fein ins Schau- und Türspiel eingewoben werden. Das lockt durchaus, egal wohin. Fand das Premierenpublikum auch und klatschte begeistert.“ Karen Kliem, NRZ, 10.05.2013

Besetzung

kainkollektiv

Inszenierung kainkollektiv (Fabian Lettow, Mirjam Schmuck) | Bühne und Video sputnic (Malte Jehmlich) | Musik Carsten Langer, Mirjam Schmuck | Dramaturgie Nicole Nikutowski | Regieassistenz Stefan Eberle Mit Matthias Heße, Marieke Kregel, Katja Stockhausen | Carsten Langer (Percussions), Mirjam Schmuck (Piano)

Ort Ringlokschuppen | Am Schloß Broich 38 | 45479 Mülheim an der Ruhr

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