Virtuelle(r) (Dis)Tanz
Freitag 20. November 2020 | 20.00 Uhr Live-Stream

Aufzeichnung anschauen:

Der Live-Stream kann noch einmal auf youtube angeschaut werden, bitte dem Link folgen:

Der Virus des Verschwindens hat die Realität selbst bereits infiziert. Die Distanz zwischen Realität und Fiktion wächst und verschwimmt. Können wir Menschen überhaupt alleine (über)leben? Menschen trennen sich voneinander in Selbstisolationen und werden über 4.000 Kilometer mit einem Stream verbunden. Gleichzeitige Bewegungen in unterschiedliche Richtungen.

Zu dieser Zeit werden Gräben sichtbar, die schon lange existieren. In der Bibel folgt gleich auf die Vertreibung aus dem Paradies die Geschichte des neidgetriebenen Mordes von Kain an seinem Bruder Abel. Jetzt ist Kain ein alter weißer Mann, der sich nach seinem toten Bruder zurücksehnt.

Doch die Zeit trennt uns, trennt die Körper und Räume voneinander. Über die Gräben und Grenzen hinweg probiert das kainkollektiv einen ersten Dis-Tanz, auf unsicherem Grund. Im Ringlokschuppen in Mülheim tanzen Merighi und Mercy - ehemalige Tänzer*innen der Pina Bausch Kompanie - verbunden mit Zora Snake, dem vielfach ausgezeichneten Tänzer und Festivalmacher, vermittels einer Projektion, die uns aus Kamerun erreicht. Wir Zuschauer sind gleichzeitig nah dran per Live Video und in unserer Isolation. Einen Tag später finden in der gegenläufigen Bewegung Aufnahmen ihren Weg zurück nach Kamerun, wo sie von Zora Snake vor neuem Publikum begleitet werden.

Beide experimentellen Aufführungen werden später zu einem Video zusammengefügt, das als Ondemand-Stream zur Verfügung stehen wird.

Von und mit:

Pascal Merighi, Thusnelda Mercy, Zora Snake, Rasmus Nordholt-Frieling, Nils Voges, Mirjam Schmuck, Fabian Lettow

Nachgespräch

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