MANSPLAINING

Marcel Nascimento

Performance / Theater / Tanz
Samstag 17. Juli 2021, 19.00 Uhr Open Air
Mansplaining Web

MANSPLAINING – Mit Macht über Macht reden ist eine Lecture-Performance von und mit Marcel Nascimento. In einem performativen Selbstversuch stellt er sich den Anforderungen an sein Geschlecht und geht der Frage nach wann ist ein Mann eigentlich ein Mann? MANSPLAINING fasst eine intensive Recherchephase spielerisch performativ zusammen, bei dem die Zuschauer*innen selbst Einfluss haben.

Viele Entscheidungen unseres Lebens sind davon abhängig, welches Geschlecht uns bei der Geburt zugewiesen wird. Von Anfang an wird dem heranwachsenden Individuum beigebracht, was es heißt, Mann oder Frau zu sein. Man(n) ist das Eine oder das Andere, nie beides. Aber: Wann ist ein Mann eigentlich ein Mann? Was muss er erfüllen, wie handeln und sich darstellen um ein wahrer Mann zu sein?

Im Angesicht von autoritären Präsidenten, der Rückkehr zu traditionellen Rollenbildern und aufsehenerregenden Hashtag-Kampagnen, stellt sich Marcel, in einem multimedialen Selbstversuch, den Anforderungen an sein Geschlecht. In seiner Solo-Performance taucht er ein in den Diskurs um die „wahre Männlichkeit“. Die Zuschauer*innen nehmen am Rechercheprozess teil und am Ende bleibt die Frage: Was macht eigentlich Marcel zum Mann?

Besetzung

Performance/Konzept: Marcel Nascimento

Dramaturgie: Miriam Michel

Über das künstlerische Team

Marcel Nascimento ist Performer, Videokünstler und studiert Szenische Forschung (M.A. Ruhr-Universität Bochum). Seine künstlerischen Forschungsinteressen liegen vor allem in den Bereichen Queer Studies, Sexualität, Körperbilder sowie der Pop-Kultur. Die Forschung an Identität und dem Selbst liegen im Zentrum seines Interesses. Mediale Mittel und das Verhältnis des Zuschauers zum Performer sind für ihn essentiell. Er ist Teil des Performancekollektivs notsopretty, zusammen produzierten sie 2019 DER COMPUTER NUMMER 3 – eine multimediale Performance über Dating-Apps.

Miriam Michel ist freie Regisseurin (dorisdean) und Dramaturgin, entwickelt Theaterprojekte mit jungen und alten Menschen, und ist Dozentin am Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum und an der Folkwang Universität der Künste. Außerdem erforscht sie als Dokumentarfilmerin und Künstlerin (Collagen, Videoperformances) immer wieder die Welt um sie herum und versucht Menschen und ihre Realität zu verstehen. Die verschiedenen Medien und Positionen, die sie dabei einnimmt, helfen ihr, den eigenen Standpunkt zu überprüfen und neue Blicke zu proben

Hinweise zu Corona-Schutz-Maßnahmen und Regeln. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur mit Nachweis über aktuellen Schnelltest, vollständige Impfung oder Genesung möglich.

Ort Ringlokschuppen | Am Schloß Broich 38 | 45479 Mülheim an der Ruhr

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