Profil

Der Ringlokschuppen Ruhr ist ein Haus für zeitgenössisches Theater, Performance und Tanz. Regional und international agierende Künstler*innen, aktuelle Gesellschaftsdiskurse und vielfältige Kunstformen treffen hier aufeinander. In einem 1904 errichteten Lokschuppen sind drei Bühnen sowie ein offener Kunst- und Kommunikationsraum mit kleiner Gastronomie beheimatet. Neben der Vielzahl von Arbeiten im Theater initiiert das Haus regelmäßig partizipatorische Projekte im Stadtraum, wie aktuell die Silent University Ruhr. Zudem präsentiert der Ringlokschuppen Ruhr das populärkulturelle Programm KulturGut.Ruhr mit Kabarett-, Comedy- und Konzertabenden sowohl im Ringlokschuppen als auch in der Mülheimer Stadthalle.

Ringlokschuppen Ruhr, Copyright Björn Stork

Seit 2006 baut das Ringlokschuppen-Team kontinuierlich ein umfassendes Künstler*innennetzwerk bundesweit und international auf und blickt mit vielen Gruppen, Ensembles und Kollektiven auf langjährige Arbeitsbeziehungen zurück. Künstler*innen die vielfach im Ringlokschuppen auftreten und aufgetreten sind, sind u.a. andcompany&Co., Boris Nikitin, Cooperativa Maura Morales, Gintersdorfer/Klaßen, kainkollektiv, LIGNA, Marta Górnicka, Monster Truck, René Pollesch, vorschlag:hammer, u.v.a. (siehe Künstler*innen seit 2009). Bei der Nachwuchsförderung nimmt das Haus eine Schüsselrolle ein. Zur Zeit (2017 / 2018) nimmt der Ringlokschuppen Ruhr zum zweiten Mal im Fonds Doppelpass der Bundeskulturstiftung Teil, nach copy & waste diesmal mit EGfKA. Koproduktionen des Ringlokschuppen Ruhr wurden vielfach nominiert, ausgezeichnet und auf Festivals eingeladen (u.a mehrfache Einladungen zum Theater Festival Impulse und Faust Theaterpreis für Richard Segal 2010)

Als Koproduktionshaus und Soziokulturelles Zentrum praktiziert der Ringlokschuppen Ruhr partnerschaftliche Zusammenarbeiten mit befreundeten Theatern und Festivals sowie mit sozialen Einrichtungen, Schulen und Universitäten – u.a. mit FFT Düsseldorf, Kaserne Basel, HAU Berlin, Volksbühne Berlin, Kampnagel Hamburg, Ruhrtriennale, Theater Oberhausen, Schauspielhaus Bochum, Ruhr Universität Bochum, Institut für angewandte Theaterwissenschaft Gießen, Hochschule Ruhr West, Bollwerk Moers und Zakk in Düsseldorf u.v.m. ebenso wie mit Theaterhäusern in Frankreich, Kamerun, Kroatien, Polen, den Niederlanden und der Schweiz.

Festivals: Das Haus veranstaltet jährlich die Mülheimer Fatzer Tage, ein Festival für politisches Theater mit jungen Künstler*innen und arrivierteren Ensembles, das sich mit den vielfältigen gesellschaftlichen und ästhetischen Facetten von Bertolt Brechts Fatzer Fragment beschäftigt. Seit Beginn des Impulse Theater Festivals ist der Ringlokschuppen Ruhr einer der zentralen Spielorte des Festivals. Seit 2011 findet hier auch Shiny Toys statt, ein Festival für auditive, visuelle und audiovisuelle Künste.

Darüber hinaus bietet der Ringlokschuppen Ruhr das von Künstler*innen initiierte kostenfreie SELBERMACHEN Programm für Menschen zwischen 8 und 88 Jahren an. Die älteste kontinuierlich durchgeführte Veranstaltung im Ringlokschuppen ist die monatliche integrative Disco Grenzenlos.

Im Zuge seiner interkulturellen Öffnung produziert das Haus keine gesonderten Projekte für „Menschen mit Fluchterfahrung“. Vielmehr sollen neue Zuwege zum Kernprogramm geschaffen werden, um insbesondere Neubürger*innen gesellschaftlich zu inkludieren und Begegnungen zu ermöglichen. Ein wesentliches Mittel dafür liegt in der sprachlichen Übersetzung: Neue Verfahrensweisen mit Mehrsprachigkeit und vielfältigen Zugängen zu Live-Kunst werden ausprobiert, um neue Perspektiven auf gesellschaftliche Diversität und Gemeinsinn sowie auf eine gestaltbare gesellschaftliche Zukunft zu eröffnen.

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